Raizers Crowdfunding-Wörterbuch

Businessplan: Auch Geschäftsentwicklungsplan genannt. Es handelt sich um ein Dokument, das die wahrscheinliche zukünftige Entwicklung des Unternehmens skizziert.

Eigenkapital: Die Summe von bei Gründung der Firma von den Anteilseignern eingebrachtem Kapital und nach Kapitalerhöhung eingebrachtem Kapital. Es umfasst außerdem nicht als Dividenden ausgeschüttete Gewinne.

Kampagne: Der komplette Vorgang der Kapitalbeschaffung.

Gemeinde: Die Gemeinden setzen sich aus der Gesamtheit der Mitglieder unserer Partner-Plattformen zusammen. Sie stehen untereinander in Beziehung, teilen und nutzen Informationen ihren Interessenschwerpunkten und beruflichen Tätigkeiten entsprechend.

Beiträger: Person, die vorzeitig Waren oder Dienstleistungen des zu finanzierenden Unternehmens erwirbt.

Crowdfunding: Auch Schwarmfinanzierung oder Finanzierung 2.0 genannt. Der Begriff erklärt sich aus der Tatsache, dass zum Einwerben der Finanzierung eines Projekts eine große Zahl von Personen angesprochen wird. Man unterscheidet verschiedene Arten: Engagements mit oder ohne Gegenleistung, Anleihen oder Kapitalinvestitionen.

Crowdlending: Besteht im Verleihen von Geld an Unternehmen. Diese Kredite können verzinslich oder zinsfrei sein.

Crowdsourcing: Crowdsourcing ist ein Verfahren, das darin besteht, die Öffentlichkeit oder die Verbraucher aufzurufen, Kompetenzen oder Fachwissen zugunsten von Unternehmen einzubringen.

Due Diligence: Prozedur zur Erstellung einer Bestandsanalyse eines Unternehmens (buchhalterische, strategische, wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche usw. Aspekte) im Vorfeld einer Finanzierung oder Firmenaquisition.

Crowdinvesting: Auch Equity-Based Crowdfunding genannt. Ein Ausgabeunternehmen bringt einen Teil seines Kapitals ein. Personen können investieren und zu Teilhabern der betreffenden Firma werden.

Gradmesser der Beteiligung: Dashboard mit sämtlichen wichtigen Daten zu einer Kapitalbeschaffung.

Gradmesser der Beiträge: Dashboard mit sämtlichen wichtigen Daten zu vorgezogenen Verkäufen.

Investor: Jede natürliche oder juristische Person, die in das Kapital von Unternehmen investiert und ihnen finanzielle Stabilität verleiht. Im Allgemeinen plant ein Investor nicht kurzfristig, sondern langfristig.

Fan base: Gesamtheit der Personen des sozialen Netzwerks (Facebook, Twitter, LinkedIn…).

Kapitalbeschaffung: Aufruf an Investoren, um sein Wachstum zu finanzieren. Das Unternehmen veräußert als Gegenleistung für eingebrachte Mittel einen Teil seines Kapitals.

Liquidität: Ein Titel wird als liquide bezeichnet, wenn es einfach ist, ihn zum selben Wert zu erwerben oder zu verkaufen.

Aktionärsvereinbarung: Schriftlicher Vertrag, durch einstimmigen Beschluss mittels Zusatzvereinbarung änderbar, geschlossen zwischen Aktionären und Investoren eines Unternehmens. Er vervollständigt die Unternehmensstatuten und bezweckt je nach enthaltenen Regelungen, die Definition der Rechte der Unterzeichner und die Bestimmung ihrer Pflichten. Er regelt die Beziehungen zwischen den Hauptaktionären in Hinblick auf Zuständigkeiten, Schutz der Kleinaktionäre, Entwicklung der Kapitalstruktur, usw.

Zeichnungsdauer: Dauer, während derer die Investoren am Kapital des Unternehmens beteiligt werden können, das die Kapitalbeschaffung beschlossen hat.

Pitch: Kurzpräsentation eines Projekts, Unternehmens oder einer Person.

Startphase: Sie betrifft Unternehmen in der Phase unmittelbar nach Gründung. Ziel ist der erfolgreiche Abschluss der Machbarkeitsstudien und der Nachweis der Tragfähigkeit des Konzepts.

Entwicklungsphase: Schließt sich bei in Wachstum begriffenen Unternehmen an die Startphase an. Das Ziel besteht darin, die Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln, die Marketingoperationen oder die Entwicklung in anderen Ländern zu finanzieren.

Mehrwert: Kapitalzuwachs, positiver Unterschied zwischen Verkaufspreis eines Vermögenswerts und seinem ursprünglichen Erwerbspreis. Es gibt potenziellen Mehrwert (wenn er noch nicht eingenommen wurde) oder realisierten Mehrwert (wenn er eingenommen wurde). Ist der Unterschied negativ, handelt es sich um negativen Mehrwert.

Zahlungsdienstleister (franz.: Prestataire en services de paiements, PSP): Ein zugelassenes Unternehmen, das Dritten ermöglicht, Onlinezahlungen (Kartenzahlungen und andere) entgegenzunehmen. Der PSP wird hierfür über einen auf die Summe der transferierten Geldflüsse erhobenen Prozentsatz entlohnt.

Ausgabeaufschlag: Differenz zwischen Ausgabepreis eines Titels bei einer Kapitalerhöhung und seinem Nominalwert (Ausgangswert).

Machbarkeitsgrenze: Schwelle jenseits derer eine Operation für einen eine Kapitalbeschaffung anstrebende Unternehmer realisierbar wird. In Frankreich muss das gesammelte Kapital mindestens 75 % des zuvor festgelegten Fundingziels erreichen.

Solvenz: Fähigkeit eines Unternehmens, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Statuten: Dokument, das die Regeln der Funktionsweise eines Unternehmens definiert, insbesondere hinsichtlich der Beziehungen zwischen den Anteilseignern, zwischen den Anteilseignern und dem Unternehmen sowie zwischen dem Unternehmen und Dritten. Die Statuten bestimmen die Rechtsform des Unternehmens: SA, SAS, SARL, usw.

Unternehmensbewertung: Berechnung des finanziellen Wertes eines Unternehmens aufgrund seiner Leistungsfähigkeit in der Vergangenheit und/oder seines Entwicklungspotenzials. Bei jungen Firmen handelt es sich vor allem um die Evaluierung des Vermögen des Unternehmers, sein Projekt erfolgreich zu realisieren, der Konkurrenzsituation und der Stärken und Schwächen des Unternehmens.